Auskultatorische Blutdruckmessgeräte

Auskultatorische Messgeräte stellen den Blutdruck durch Abhören der Korotkoff-Töne fest. Eine aufblasbare Manschette wird um den Arm auf Herzhöhe platziert und normalerweise an ein Quecksilber-Manometer angeschlossen. Die Manschette wird angepasst und manuell durch Zusammendrücken eines Gummiteils oder – wie es bei Tensoval® duo control der Fall ist – automatisch bis zum Verschließen der Arterie aufgepumpt (etwa 30 mmHg über dem systolischen Druck).

Danach wird der Druck in der Manschette langsam abgelassen. Wenn das Blut in der Arterie wieder zu fließen beginnt, wird durch den Blutfluss ein pulssynchrones Schlagen (erster Korotkoff-Ton) hervorgerufen. Der Druck, bei dem dieser erste Ton auftritt, entspricht dem systolischen Blutdruck. Der Manschettendruck wird weiter abgelassen. Der Druck beim Verschwinden der Töne entspricht dem diastolischen Blutdruck.

 

Quecksilber-Sphygmomanometer

Auskultatorische Blutdruckmessgeräte

Diese Art des Blutdruckmessgeräts wird als “goldener Standard” des Blutdruckmessens bezeichnet, da es sehr verlässlich und genau ist. Das ist der Grund, warum es überwiegend als Referenzsystem in klinischen Auswertungsstudien verwendet wird. Aufgrund der toxikologischen und ökologischen Merkmalen (Stichwort: Quecksilber) ist die Verwendung in den meisten Ländern der Europäischen Union von Regierungsstellen beschränkt oder sogar verboten worden.

Das Messprinzip ist gleich wie bei der Messung mit Stethoskopen.


 

Stethoskop

Auskultatorische Blutdruckmessgeräte

Auskultatorische Blutdruckmessgeräte
Stethoskope werden aufgrund der Verlässlichkeit und der Genauigkeit hauptsächlich in Arztpraxen verwendet. Im Gegensatz zu Quecksilber-Sphygmomanometern werden die Pulssignale durch eine mechanische Methode in ablesbare Werte umgewandelt.

Funktionsweise
Ein Sphygmomanometer besteht gewöhnlich aus einer aufblasbaren Manschette, einem Messgerät (dem Manometer), einem Schlauch zum Verbinden der beiden Teile und (bei Modellen ohne automatischem Aufpumpen) einem Aufblasgerät, welches ebenfalls durch einen Schlauch mit der Manschette verbunden ist. Das Aufblasgerät enthält ein Einwegventil, um einen ungewollten Druckabfall zu verhindern.

Die Manschette wird beim sitzenden Patienten um den Oberarm ungefähr auf Herzhöhe angelegt und wird dann bis zum Verschließen der Arterie aufgepumpt. Mit Hilfe eines Stethoskops wird die Oberarmarterie abgehört und der Druck aus der Manschette langsam vom Arzt abgelassen. Da der Druck in der Manschette abfällt und das Blut wieder in die Arterie zu fließen beginnt, sind klopfende Töne zu hören (Korotkoff-Töne). Der Druck, bei dem die Töne beginnen, wird als systolischer Blutdruck erfasst. Der Manschettendruck wird weiter abgelassen bis keine Töne mehr zu hören sind. Der Zeitpunkt des Verschwindens der Töne entspricht dem diastolischen Blutdruck.


Stethoskopmessung in der Arztpraxis: der richtige Messprozess