Hypertonie und autogenes Training

Beim autogenen Training erfolgt die Entspannung durch das stille wiederholte Aussprechen von Formeln (Autosuggestion) wie: „Mein Arm wird warm.“ oder „Mein Herz schlägt ruhig, kräftig und gleichmäßig“. Die Wiederholung dieser Suggestionsformeln wirkt ausgleichend auf das vegetative Nervensystem. Es werden weniger Stresshormone ausgeschüttet.

Die Methode eignet sich für Kinder, Jugendliche und Erwachsene gleichermaßen. Sie hilft den Alltag und die täglichen Belastungen gelassener anzugehen und steigert dadurch sanft und kontinuierlich das Wohlbefinden.

Zu den Grundübungen gehören:
• Schwereübung: Zunächst findet eine Konzentration auf ein bestimmtes Körperteil statt, meistens ein Arm oder ein Bein. Eine Formel könnte lauten: "Mein Arm ist ganz schwer." Später kann die Schwere auf andere Körperteile und dann den gesamten Körper ausgedehnt werden.
• Wärmeübung: Wie bei der Schwereübung wird zunächst suggeriert, dass ein sich bestimmtes Körperteil ganz warm anfühlt. Später wird wohltuende Wärme über den ganzen Körper verbreitet.
• Atemübung: Formel könnte sein: "Mein Atem ist ganz ruhig."
• Bauchübung: Die Konzentration richtet sich auf den Oberbauch. Dabei wird Wärme in diesen Bereich des Körpers geleitet.
• Herzübung: Der Herzschlag wird gleichmäßig und ruhig durch Konzentration auf den Takt des eigenen Herzschlages.
• Stirnübung: Formel könnte sein: "Mein Kopf ist leicht."

Jede Übung mit ihren verschiedenen Komponenten (z.B. „Schwere" und „Wärme" und z.B. „Atemwahrnehmung") dauert insgesamt 3–5 Minuten und wird im Sitzen (ggf. auch im Liegen) bei geschlossenen Augen durchgeführt.

Das autogene Training sollte in einem abgedunkelten, möglichst geräuscharmen Raum stattfinden.
Es ist empfehlenswert die richtige Technik für das autogene Training in einem professionell betreuten Kurs zu erlernen.

Hypertonie und Stress