Gesunde Ernährung für Patienten mit Hypertonie

Kochsalzreiche Lebensmittel meiden und die Kochsalzzufuhr reduzieren


Enthält das Blut mehr Kochsalz, so hält die Niere mehr Wasser zurück bzw. scheidet weniger Wasser aus. Das damit entstehende höhere Blutvolumen führt zu einer Erhöhung des Blutdrucks. Geschieht das dauerhaft, kann man an Bluthochdruck erkranken.

Welche Nahrungsmittel sollte man meiden?

• Fertigprodukte und Konserven
• Salzgebäck
• gepökelte, gesalzene und geräucherte Fleisch- und Fischwaren

Wie kann man die Kochsalzzufuhr reduzieren?

• Geschmacksverstärker meiden
• nicht zusätzlich salzen
• bei der Zubereitung frische Kräuter und Gewürze verwenden
• auf die Verwendung von Kochsalz, Gewürzsalzen oder Gewürzmischungen verzichten
• auf den Natriumgehalt von Mineralwasser achten

Tipps für salzarmes Kochen:

• Kartoffel mit Schale anstelle von Salzkartoffeln kochen
• Kochwasser für Nudeln, Reis und Kartoffeln nur leicht salzen
• Fleisch erst nach dem Anbraten (Bratenfleisch) oder dem Fertigbraten salzen
• Dünsten, Garen in Folie und Grillen unterstützt den Eigengeschmack von Speisen

Generell eher Gerichte auswählen, die auch ohne Salz gut schmecken!

 

Auf die Auswahl der Fette achten und die Gesamtfettzufuhr reduzieren

Was sollte man bei der Auswahl der Fette beachten?

• tierische Fette, wie Butter, Speck und Schmalz meiden
• Auswahl von Fetten mit hohem Anteil an mehrfach oder einfach ungesättigten Fettsäuren (Sonnenblumen-, Oliven-, Raps-, Leinsamen- oder Sojaöl)

Wie kann man die Gesamtfettzufuhr reduzieren?

• fettarme Lebensmittel auswählen
• fettsparende Zubereitungsarten wählen (z.B. beschichtete Pfannen, Grillfolien, etc.),
• erstarrte Fette bei der Zubereitung von Suppen und Saucen abschöpfen

 

Kalium- und ballaststoffreiche Ernährung

Kalium- und ballaststoffreiche Ernährung führt zu einer mäßigen Blutdrucksenkung.
Kalium bewirkt eine gesteigerte Wasserausscheidung, die zu Entspannung in den Gefäßen und somit zu einer Blutdrucksenkung führt.

Reich an Kalium sind:

• Vollkornprodukte
• Kartoffeln
• Gemüse wie Spinat und Brokkoli, Feldsalat, Champignons
• Nüsse, Trockenobst, Bananen
• Fisch

Weicht man Gemüse länger in Wasser ein oder kocht es, geht das Kalium in die Flüssigkeit über. Wird diese dann nicht weiterverwendet, sondern weggeschüttet, geht auch das Kalium verloren.

Ballaststoffe bewirken grundsätzlich, dass die Nahrung länger und besser gekaut wird. Sie füllen den Magen und wirken somit sättigend, der Blutzucker steigt langsamer und die Verdauung wird geregelt. Eine ballaststoffreiche Ernährung kann Magen-Darm-Erkrankungen (z.B. Verstopfungen, Darmkrebs, Hämorrhoiden, etc.), Stoffwechselerkrankungen (z.B. Fettsucht, Diabetes) sowie Herz-Kreislauferkrankungen (z.B. Arterienverkalkung, Bluthochdruck) vorbeugen.

 Ballaststoffreiche Lebensmittel sind:

• Getreide (Dinkel, Hafer, Weizen)
• Gemüse (Rosenkohl, Karotten, Fenchel, Blumenkohl, etc.)
• Hülsenfrüchte (Linsen, Erbsen, Bohnen)
• Obst (Apfel, Orange, Banane, Kiwi, etc.)
• Nüsse (Hasel- und Erdnüsse, Pistazien, etc.)

 

Auf eine angepasste Energiezufuhr achten

Wichtig ist es „leere Kalorien“ zu vermeiden, da diese Übergewicht begünstigen. Hierzu zählen beispielsweise Alkohol sowie zuckerhaltige Getränke oder Speisen.

Darüber hinaus sollte ein Normalgewicht angestrebt und gehalten werden. Bewegung ist hierbei von ausschlaggebender Bedeutung.