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A-C

ACE
Abkürzung für Angiotensin-Converting-Enzym: Dieses Enzym ermöglicht die Bildung des stark blutdrucksteigernden Angiotensin II.

ACE Hemmer
ACE Hemmer sind Medikamte, die das Enzym ACE blockieren. Sie bewirken eine reduzierte Bildung von Angiotensin II, wodurch der Blutdruck sinkt.

Adipositas/Obesitas
Die Begriffe Übergewicht und Adipositas werden fälschlicherweise oft als Synonyme gebraucht. Übergewicht bezeichnet lediglich die Zunahme von Körpergewicht. Der Begriff „Körpermasse“ umfasst Gewebe, Fett, Knochen und Organe. Adipositas bezieht sich ausschließlich auf ein Übermaß an Körperfett. Auch die Einteilung von Adipositas auf Basis des BMI (Body Mass Index) unterscheidet zwischen Übergewicht und Fettleibigkeit.
Heute ist der BMI das Standardinstrument der Medizin und wird auch in Krankenhäusern zur Klassifizierung von Adipositas verwendet.

Berechnung: Body Mass Index (BMI) = Körpergewicht (in kg) / Körpergröße² (in m)

Einteilung von Adipositas nach dem BMI:

Einteilung

BMI

Untergewicht

weniger 18,5

Normalgewicht

18,5 - 24,9

Übergewicht

25,0 - 29,9

Adipositas Stufe I

30,0 - 34,9

Adipositas Stufe II

35,0 - 39,9

Adipositas Stufe III

ab 40,0

Standard:Format,2

Adrenalin/Noradrenalin
Hormone des Nebennierenmarks. Die Ausschüttung dieses Hormons bei Stress oder Muskeltätigkeit bewirkt u.a. eine Erhöhung des Blutdrucks und Steigerung der Herztätigkeit. Im Gegensatz zu Adrenalin hat Noradrenalin fast gar keinen Einfluss auf den Stoffwechsel.

Angiotensin II
Angiotensin II ist ein Gewebshormon, das stark blutdrucksteigernd wirkt. Es wird aus Angiotensin I unter Einfluss von ACE gebildet.

Aorta
Aorta ist die Hauptschlagader, die der linken Herzkammer entspringt.

Apnoe
Apnoe ist eine nächtliche Unruhe, die von Atemunterbrechungen, Schnarchen, erhöhter Tagesmüdigkeit und möglicher Erhöhung des Blutdrucks, sowie Herzrhythmusstörungen begleitet wird.

Arrhythmie
Ist eine Herzrhythmusstörung, wodurch das Herzschlagtempo nicht regelmäßig verläuft. Die Ursache dafür liegt am Herzmuskel.

Arteriolen
Sind kleine Adern, die das Blut von den Arterien zu den Kapillaren befördern. Durch die kontinuierliche Verkleinerung des Durchmessers dieser Blutgefäße erhöht sich der Blutdruck.

Arteriosklerose
Arteriosklerose ist eine chronische und fortschreitende Gefäßerkrankung. Ablagerungen an den Gefäßwänden führen zu einer Verengung der Gefäße.

Atrium (Herzvorhof)
Der rechte Herzvorhof befördert das sauerstoffarme Blut aus den Venen in die rechte Herzkammer; der linke Herzvorhof leitet das sauerstoffreiche Blut aus der Lungenvene in die linke Herzkammer.

Auskultatorische Lücke
Bei der Blutdruckmessung sind die Korotkoff-Töne beim Druckablass manchmal nicht zu hören. Das kann bei Patienten, die an sehr erhöhtem Blutdruck oder Arteriosklerose leiden vorkommen. Der Arzt/Apotheker kann die auskultatorische Lücke beim Messen mit einem Stethoskop sehr einfach hören.

Auskultatorische Messgeräte
Stethoskope und Quecksilber-Blutdruckmesser werden hier in eine Gruppe zusammengefasst. Bei beiden werden die Blutdruckwerte (systolisch und diastolisch) über ein Stethoskop hörbar gemacht und so manuell erkannt.

Blutdruck
Unter Blutdruck versteht man den Druck in den Blutgefäßen (Aorta und Arterien), der für das Pumpen des Blutes durch die Gefäße verantwortlich ist. Der Blutdruck wird in mmHg (mm Quecksilbersäule) angegeben und besteht immer aus zwei Werten: Auf den systolischen, höheren Wert, der bei Zusammenziehen des Herzmuskels entsteht, folgt der diastolische, niedrigere Wert bei Erschlaffen des Herzmuskels.

Bypassoperation
Das Ziel einer Bypassoperation ist die Überbrückung von stark verengten oder komplett verschlossenen Herzkranzgefäßen mithilfe von Venen oder Arterien oder einer künstlichen Gefäßprothese.

Cholesterin
Cholesterin ist ein lebenswichtiger, fettähnlicher Stoff, der für die Bildung der Zellwände verantwortlich ist. Außerdem spielt Cholesterin auch in Verbindung mit Hormonen und Vitamin D eine wichtige Rolle. Erhöhte Cholesterin-Werte können aber zur Verengung der Blutgefäße und Arteriosklerose führen. 

D-M

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Diastole
Die Phase der Entspannung des Herzmuskels wird als Diastole bezeichnet.

Duplexsonographie
Duplexsonographie ist eine Ultraschalluntersuchung, bei der die untersuchten Blutgefäße, die Fließgeschwindigkeit und Richtung des Blutes am Bildschirm dargestellt werden.

Essentielle Hypertonie
Bei mehr als 80% der Hypertonie-Patienten liegt keine organische Ursache für den Bluthochdruck vor. In diesen Fällen spricht man von einer primären oder essentiellen Hypertonie. Obwohl die Ursachen dieser Art von Hypertonie noch nicht wissenschaftlich belegt wurden, nehmen Experten an, dass Übergewicht, Stress und zu wenig Bewegung die ausschlaggebenden Faktoren sind.

Extrasystole
Extra-Schläge des Herzens; diese Schläge werden als “Herzstolpern” wahrgenommen.

Fuzzy Logik
Fuzzy Logik ist eine fortschrittliche Technologie zur Auswertung der gemessenen Daten des Blutdruckmessgeräts, um Puls und Blutdruck in aussagekräftige und korrekte Angaben umzuwandeln und am Display anzuzeigen.

Gehirnschlag (Schlaganfall)
Ist das Absterben von Gehirnzellen, verursacht durch eine Störung des Blutkreislaufs oder Blutungen in den Gehirnzellen (Gehirnblutung). Der Grund dafür kann eine verstopfte oder zerplatzte Gehirnarterie sein. Hypertonie ist eine der Hauptursachen von Gehirnschlägen.

HDL
Abkürzung für das High Density Lipoproteins;. Dieses Eiweiß verbindet sich mit Cholesterin (HDL Cholesterin) und transportiert es aus den Gefäßen in die Leber. HDL Cholesterin hat somit eine positive Wirkung auf die Gesundheit.

Herzinfarkt
Ist das Absterben von Herzmuskelgewebe aufgrund einer fehlenden Blutversorgung. Der Grund dafür ist oft ein Blutgerinnsel, das eines der Herzkranzgefäße verstopft.

Herzinsuffizienz
Herzinsuffizienz bedeutet, dass das Herz nicht in der Lage ist, den Körper mit ausreichend Blut zu versorgen.

Herzkammer
Zwei der vier Hohlräume des Herzens werden als Herzkammern bezeichnet. Aus den Herzkammern wird das Blut in den Kreislauf gepumpt: Die rechte Herzkammer pumpt das Blut in den kleinen Blutkreislauf (= Lungenkreislauf) und die linke Kammer pumpt das Blut in den großen Blutkreislauf (= Körperkreislauf).

Herzklappe
Die Herzklappen bestehen aus Falten der Herzinnenhaut und öffnen und schließen sich, um einen Rückfluss des Blutes zu verhindern.

Herzrhythmusstörung
Ist eine Störung des regulären Herzschlags. Es kann unterschieden werden zwischen Extrasystolen (zusätzliche Herzschläge) und einem zu schnellen/langsamen, regelmäßigen/unregelmäßigen Herzschlag. Herzrhythmusstörungen können sowohl unbedenklich, als auch gesundheitsgefährdend sein und sollten daher ärztlich abgeklärt werden.

Hypertensive Krise
Ist die plötzliche Erhöhung des Blutdrucks, in Kombination mit vielfältigen und typischen Störungen wie innere Unruhe, Atemdepression, Druck in der Brust, Herzrhythmusstörungen, Schwindel oder Übelkeitsgefühl.

Hypertonie
Konstante Erhöhung des Blutdrucks (= Bluthochdruck), die schädigend auf den Körper wirkt. Der Blutdruck sollte daher regelmäßig überprüft werden.

Hypotonie
Von Hypotonie spricht man bei einem Blutdruck unter 100/60 mmHg bei Frauen bzw. 110/70 mmHg bei Männern. Hypotonie (Blutniederdruck) kann durch verminderte Herztätigkeit oder zu niedrigem Widerstand der Blutgefäße verursacht werden. Letzteres ruft Probleme bei zu schnellem Aufstehen hervor. Auch Athleten können an Hypotonie leiden, obwohl oft keine speziellen Störungen auftreten. In anderen Fällen klagen betroffene Personen über Schwindel, Müdigkeit, Schwächegefühl, Neigung zu Blackouts, Ohnmacht, Blässe oder schwachen Puls.

Insuffizienz
Als Insuffizienz bezeichnet man eine eingeschränkte Funktion der Organe.

Kapillaren
Kapillaren sind die kleinsten Blutgefäße, die Arterien und Venen miteinander verbinden. Sie sind für den Stoffwechsel des Gewebes verantwortlich, indem sie Nährstoffe liefern, die von den roten Blutzellen über die Arterien zugeführt werden und Abfallstoffe in das venöse Blut abtransportieren.

Kontraktion
Bezieht sich auf das Zusammenziehen des Herzmuskels, um frisches, mit Sauerstoff angereichertes Blut in den Blutkreislauf zu pumpen.

Korotkoff
Nikolai S. Korotkow – Russicher Doktor (1874 - 1937)
Als Korotkoff-Töne bezeichnet man die Pulstöne, die beim Ablassen des Drucks in der Manschette mit dem Stethoskop hörbar sind. Der systolische Blutdruckwert wird erreicht, wenn die Töne zu hören sind und wenn die Töne erlischen, spricht man vom diastolischen Wert.

Metabolisches Syndrom
Das metabolische Syndrom fasst unterschiedliche Kombinationen der Faktoren Übergewicht, Hypertonie, erhöhte Fettwerte, Insulinresistenz und Diabetes mellitus zusammen.

mmHg
Ist die Maßeinheit in welcher Blutdruck angegeben wird. mmHg steht für Millimeter einer Quecksilbersäule und entstand, als der Blutdruck mit Quecksilber-Messgeräten gemessen wurde.

N-Z

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Nierenbedingte Hypertonie
Eine weitere Form von Hypertonie, die aufgrund einer Erkrankung des Nierengewebes oder verengten Nierenarterien (Nierenarterienstenose) auftritt.

Oszillation
Ist die generelle Beschreibung für Prozesse/Vorgänge, die dynamisch sind und sich mehr oder weniger regelmäßig wiederholen.

Oszillometrische Messgeräte
Beim Aufpumpen der Blutdruckmessmanschette wird die Arterie im Oberarm oder am Handgelenk zusammengepresst. Während die Luft langsam aus der Manschette entweicht, beginnt das Blut wieder durch die Arterie zu fließen. Blutdruckmessgeräte nach oszillometrischer Methode verzeichnen die Schwingungen (Oszillationen) in den Arterienwänden, welche entstehen, wenn das Blut durch die Arterien zu fließen beginnt. Diese Schwingungen werden zuerst stärker, schwächen dann ab und hören komplett auf, wenn das Blut wieder normal durch die Blutgefäße fließt. Der systolische und diastolische Blutdruck werden anhand einer mathematischen Formel, dem Algorithmus, berechnet.

Oszillometrische Messmethode
Oszillometrische Messgeräte messen den Blutdruck, indem die Arterie mithilfe der Manschette zusammengedrückt wird. Anstatt die Pulssignale akustisch aufzuzeichnen, werden die Schwingungen der Arterie gesammelt und ausgewertet. Diese Oszillationen der Arterienwand entstehen, wenn die Arterie von der Manschette zusammengedrückt wird und das Blut nach Ablassen der Luft in der Manschette wieder zu fließen beginnt. Je mehr Luft die Manschette ablässt, desto stärker werden die Schwingungen und sie hören auf, sobald die Manschette völlig entleert ist und das Blut mit der gewöhnlichen Geschwindigkeit durch die Arterie fließt. Die Schwingungen zeigen einen sehr typischen Kurvenverlauf. Basierend auf dieser Kurve und einer mathematischen Formel, einem Algorithmus, werden der systolische und diastolische Blutdruck berechnet und dann am Display angezeigt.

Pulssynchronisierung
Ein automatisches Blutdruckmessgerät benötigt eine gewisse Anzahl an Pulssignalen, um den Blutdruck zu berechnen. Je größer die Anzahl, desto genauer sind die Messergebnisse. Bei niedrigem, langsamen Puls werden weniger Signale gesendet als bei einem hohen, schnellen Puls. Durch die Pulssynchronisierung passt sich das Gerät an die Pulsgeschwindigkeit an: Bei schnellem Puls lässt die Manschette die Luft schneller ab als bei langsamen Pulsschlägen. Daher garantiert die individuelle Pulssynchronisierung, dass die Blutdruckmessung für ein verlässliches Ergebnis nur so lang als nötig dauert. Tensoval® Geräte verfügen über diese Funktion.

Rezeptoren
Sind Teile der Zelle, die bestimmte Reize (zB Botenstoffe oder Medikamente) aufnehmen und darauf reagieren.

Sekundäre Hypertonie
Die sekundäre Hypertonie ist durch eine organische Ursache bedingt kann einerseits durch bestimmte Medikamente wie Hormontabletten (Anti-Baby-Pille, Kortikoide und andere) oder andererseits durch Krankheiten wie Nierenstörungen, Stoffwechsel- oder Gefäßerkrankungen, Arteriosklerose hervorgerufen werden.

Selbstbestimmter Aufblasdruck der Manschette
Um verlässliche Messergebnisse zu erzielen, erhöhen Tensoval®-Geräte den Druck bei der Blutdruckmessung auf ca. 190 mmHg. Ist dieser Druck für die Ermittlung des Blutdrucks des Patienten zu gering, pumpt Tensoval® die Manschette um weitere 30 mmHg auf. Personen, die durch häufiges Blutdruckmessen bereits wissen, welchen Luftdruck sie bei der Messung benötigen, können diesen durch Drücken der START/STOP Taste kurz nach dem Start des Messprozesses selbst steuern, bis der gewünschte Luftdruck erreicht wird. So wird verhindert, dass das Gerät noch mal nachpumpt bzw. das Gerät bei einem Hypotoniker den Druck nicht unnötig auf die Standardeinstellung von 190 mmHg aufpumpt.

Systole
Phase, in der sich der Herzmuskel zusammenzieht um das Blut in den Blutkreislauf zu pumpen.

Vegetatives Nervensystem
Ist unser autonom arbeitendes Nervensystem, das viele lebenswichtige, vom Willen unabhängige Körperfunktionen wie Atmung oder Verdauung steuert.

Vene
Blutgefäße, die das sauerstoffarme Blut aus verschiedenen Teilen des Körpers zurück zum Herzen transportieren. Die größten Blutgefäße sind die obere und untere Hohlvene, welche direkt in den rechten Herzvorhof müden.

Vorhofflimmern
Das Vorhofflimmern ist eine spezielle Art der Herzrhythmusstörung. Schnelle, nicht gleichmäßige Impulse vom Vorhof zur Herzkammer führen zu einem unregelmäßigen Herzschlag. Diese Erkrankung kann ganz plötzlich oder regelmäßig auftreten. Es ist eine der meist verbreiteten Herzrhythmusstörungen, speziell bei älteren Menschen. Ungefähr 9% der über 80-Jährigen sind davon betroffen.

Mögliche Gründe dafür sind:

• Herzklappenfehler
• Struktur der Herzkranzgefäße (verursacht durch Arteriosklerose)
• Herzinfarkt
• Herzschwäche
• Hypertonie
• Herzmuskelentzündung
• Schilddrüsenüberfunktion

Bei 10 bis 15% aller Patienten, die an Vorhofflimmern leiden, liegt keine organische Ursache vor. Die Herzrhytmusstörung tritt gewöhnlich nur für eine kurze Zeit auf.

Weißkittel-Effekt
Der Weißkittel-Effekt bezieht sich auf die Tatsache, dass bei vielen Patienten in der Arztpraxis oder im Krankenhaus ein höherer Blutdruck gemessen wird, als bei der Selbstmessung zuhause. Hauptgründe dafür sind Anspannung, Nervosität und Aufregung.

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