Mögliche Schädigungen der Nieren

Unbehandelter Bluthochdruck kann Schädigungen der Nieren hervorrufen.

Bluthochdruck mit seinen arterioklerotischen Veränderungen ist vor allem für die kleinsten Äderchen in den Nieren schädlich, die einen Teil des Filtersystems der Niere darstellen (Nephrosklerose). Kommt zum Hochdruck ein Diabetes mellitus (Zuckerkrankheit) hinzu, sind die Nieren besonders gefährdet.

Bei einer Nierenschädigung wird die Regelung des Flüssigkeitshaushalts beeinträchtigt und es kommt zur Anhäufung von Stoffwechselabbauprodukten im Körper. Man spricht hier von einer eingeschränkten Nierenfunktion. Zudem kann die Niere durch das geschädigte Filtersystem nun auch für den Körper wichtige Substanzen wie z.B. bestimmte Eiweiße (Albumin) nicht mehr speichern. Sie werden in der Folge vermehrt über den Urin ausgeschieden (Mikroalbumurie bzw. Makroalbuminurie/Proteinurie).

Eine Verschlechterung der Nierendurchblutung beeinträchtigt nicht nur die Ausscheidungsfunktion der Nieren, sondern aktiviert zugleich im Nierengewebe ein blutdruckregulierendes Hormonsystem, das Renin-Angiotensin-Aldosteron-System, was wiederum zu einer Blutdruckerhöhung führt. Diese Veränderungen können unbehandelt zu einer chronischen Nierenschwäche bis hin zum Nierenversagen führen.

Konsequenzen von Bluthochdruck