Nordic walking mit Hypertonie

Bei Nordic Walking handelt es sich im wahrsten Sinne des Wortes um ein Training „mit Hand und Fuß“. Die Füße gehen und die Hände führen die Stöcke. Es werden somit nicht nur die Beine sondern auch die Arme trainiert, was den Knochen- und Muskelaufbau fördert.
Das Herzvolumen und die Herzschlagkraft nehmen zu. Dies entlastet auf lange Sicht Herz und Kreislauf, weil der Blutdruck insgesamt niedriger wird. Es werden weniger Herzschläge benötigt, um den Körper mit ausreichend Sauerstoff zu versorgen.
Darüber hinaus werden Fuß- und Kniegelenke weniger belastet, da etwa 20 Prozent des Körpergewichts auf die Stöcke verteilt ist.
Durch die Beinarbeit wird die Beinmuskelpumpe aktiviert, die den Bluttransport zum Herzen unterstützt. Blutstau in den Beinen und Venenerkrankungen können vorgebeugt werden.

Ausrüstung:
• Benutzen Sie Stöcke aus Karbon, da diese besonders leicht und vibrationsarm sind.
• Richtwert für die Stocklänge: Körpergröße in cm * 0,7. Es sollte sich ein rechter Winkel zwischen Ober- und Unterarm ergeben, wenn die Stöcke senkrecht auf dem Boden stehen.
• Benutzen Sie Sportschuhe mit guter Dämpfung, damit Gelenke wenig belastet werden.
• Tragen Sie atmungsaktive Kleidung. Bei kalter Witterung sind mehrere dünne Schichten empfehlenswert.

Was ist beim Nordic walking zu beachten?
• Für ein erfolgreiches Training sollten Sie mindestens 3-mal pro Woche für 30-40 Minuten trainieren.
• Um körperlichen Schäden vorzubeugen, ist die richtige Walking Technik entscheidend. In speziellen Walking Kursen können Sie die richtige Technik erlernen.
• Die Trainingsintensität sollte langsam gesteigert werden.
• Anfangs sollte die zusätzliche Belastung durch den Stockeinsatz nicht unterschätzt werden. Machen Sie die ersten Trainingseinheiten ruhig ohne Stöcke.
• Bei Trainingsbeginn sollte das Tempo und die Schrittgröße allmählich gesteigert werden. Am Ende des Trainings ist es wichtig, das Tempo langsam herunterzufahren. Ein leichtes Dehnen der Bein- und Nackenmuskulatur sollte die Trainingseinheit abrunden.

Hypertonie und Sport