Radfahren mit Hypertonie

Radfahren ist ideal für das Ausdauertraining, denn es stärkt das Herz-Kreislaufsystem, den Stoffwechsel und die Abwehrkräfte.

Darüber hinaus werden Bein- und Rückenmuskulatur gekräftigt und die Gelenke nicht zu sehr belastet. Der Blutdruck steigt zunächst während dem Training an, längerfristig sinkt er aber auf ein niedrigeres Niveau. Durch das regelmäßige Radfahren wird der Herzmuskel trainiert und besser durchblutet. Diese Steigerung der Leistungsfähigkeit beugt Herz-Kreislauferkrankungen vor.
Radfahren hat zudem einen positiven Effekt auf die Venentätigkeit. Beim Tritt auf die Pedale ziehen sich die Beinmuskeln zusammen, die Venen werden dadurch zusammengedrückt und das Blut zum Herzen gepumpt. Das Risiko von Venenerkrankungen sinkt durch die aktive Unterstützung der Venen. Eine aufrechte Sitzhaltung ist jedoch von ausschlaggebender Bedeutung, um die Blutzirkulation zu unterstützen.

Fahrrad und Ausrüstung

• Richtige Sitzposition: Die Sattelhöhe so einstellen, dass beim Fahren die Beine nicht vollständig durchgestreckt werden müssen
• Um Rückenbeschwerden vorzubeugen, sollte Sitzhaltung bequem und aufrecht sein (Oberkörperneigung 10 bis 20 Grad)
• Der Kopf sollte stets mit einem Helm geschützt werden
• Wählen Sie bequeme und atmungsaktive Kleidung
• Tragen Sie Radsport-Brillen oder Sonnenbrillen zum Schutz vor Insekten und tränenden Augen
• Um nicht von den Pedalen zu rutschen, wählen Sie Schuhe mit Profil
• Sorgen Sie dafür, dass Ihr Fahrrad verkehrstauglich ist!
• Suchen Sie sich wenig befahrene Straßen oder Radwege zum Fahren

Was ist wichtig beim Radfahren?

• Es sind mindestens 3 halbstündige Trainingseinheiten pro Woche notwendig, aber auch hier gilt: Trainingsintensität nur langsam steigern!
• Ideale Trittfrequenz liegt bei 80 bis 100 Pedal-Umdrehungen pro Minute. Diese hohe Trittfrequenz schont Gelenke, Sehnen und die Muskulatur, außerdem wird die Kondition gefördert.
• Es ist wichtig immer im gleichen Rhythmus zu treten, wobei der Fußballen auf dem Pedal aufgesetzt wird.
• Lassen Sie sich zu Beginn einer Trainingseinheit einige Minuten Zeit, um sich langsam an Ihre persönliche Geschwindigkeit heranzutasten. Dann können Sie die Ausdauerleistung steigern. Am Ende der Trainingseinheit sollte das Tempo allmählich reduziert werden. Um Verspannungen und Verkürzungen von Muskeln und Sehnen zu vermeiden, ist es ratsam nach dem Training zu dehnen.

Hypertonie und Sport